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Verantwortung

…müssen immer die Erwachsenen für die Qualität der Beziehung zu Ihren Kindern übernehmen

Verantwortlichkeit entsteht bei jedem selbst. Wer die Verantwortung für sein Leben nicht übernimmt, wird Opfer.
Wir erleben uns immer wieder handlungsunfähig, weil unsere Kinder sich nicht so verhalten wie wir es wollen. Statt unsere Beteiligung daran zu sehen, versuchen wir die Kinder zu biegen und manchmal drohen sie dabei zu brechen.

Wir leben in einer Zeit der Individualisierung und der Einzelne muss mehr denn je seine Handlungen individuell verantworten.
Doch wie soll das gehen? Wir haben es nicht gelernt.
Die Bereitschaft sich selbst zu führen und zu lernen persönliche Verantwortung zu übernehmen, ermöglicht uns erst die Mitverantwortung für andere Menschen und die Gemeinschaft, die wir mit Ihnen bilden, zu tragen.

Persönliche Verantwortung zu übernehmen, bedeutet Verantwortung für das eigene Leben, für unsere Gefühle, für unser Handeln, für unsere Werte, für unsere Integrität. Die Soziale Verantwortung bringt die Verantwortung gegenüber anderen, getroffenen Vereinbarungen, für die Gemeinschaft, mit sich.
Kinder sind nicht in der Lage die Verantwortung für die Qualität von Beziehungen übernehmen, diese liegt alleinig beim Erwachsenen.
Sie können aber sehr wohl Verantwortung für sich selbst übernehmen. Sie werden mit diesen Fähigkeiten bereits geboren:

 

  • Sinne (was schmeckt / riecht gut)

  • Gefühle (Freude, Liebe, Freundschaft, Zorn, Frustration, Trauer, Schmerz, Lust)

  • Bedürfnisse (Hunger, Durst, Schlaf, Nähe, Distanz)

 

Kinder spüren Ihre eigenen Bedürfnisse und Grenzen und können auf diese aufmerksam machen, sie können Ihre Grenzen aber nicht verteidigen oder Ihre Bedürfnisse (je nach alter) allein befriedigen.

Ein 12-jähriges Kind kann bereits persönliche Verantwortung übernehmen für einkaufen gehen, kochen, waschen, bügeln, schlafen, aufstehen, putzen, Hygiene, Hausaufgaben, Transport...

Kinder lieben im Grunde Verantwortung, sie wollen nur nicht schuld sein, wenn etwas nicht funktioniert. So haben wir es heute nicht mit „kleinen Tyrannen“ zu tun, sondern Kindern, die die Erwachsenen nicht mehr fürchten. Sie verlangen vielmehr Respekt vom Lehrer, bevor sie ihn „zurück“ respektieren können und wollen. Und das ist eine gesunde Entwicklung.

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